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Gedenkstein für Gendarm Aksel S. Hansen

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Gedenkstein für Gendarm Aksel S. Hansen

Aksel Sigurd Hansen – der erste Gefallene an der neuen Grenze

Als Nordschleswig (Sønderjylland) im Jahr 1920 wieder mit Dänemark vereinigt wurde, wurde das Grenzgendarmeriekorps von der Königsau-Grenze (Kongeågrænsen) an die neue deutsch-dänische Staatsgrenze verlegt. Seine Aufgabe war es, die Grenze zu bewachen und in einer Region, die von tiefgreifenden Veränderungen geprägt war, für Ordnung zu sorgen. Die ersten Jahre waren jedoch unruhig, und bereits wenige Monate nach der Wiedervereinigung verlor das Korps sein erstes Mitglied im Dienst.

Der Gendarm Aksel Sigurd Hansen wurde am 20. September 1920 während eines Patrouillengangs bei Krusau (Kruså) erschossen. Er wurde 1895 in Svendborg geboren und war seit 1919 Mitglied des Grenzgendarmeriekorps. Während einer nächtlichen Patrouille hörte er Geräusche im Wald westlich der Zollstation von Krusau. Als er mit seiner Laterne zwischen die Bäume leuchtete, wurde auf ihn geschossen, und eine Kugel traf seine Lunge. Trotz des schnellen Transports zur Diakonissenanstalt in Flensburg konnte sein Leben nicht gerettet werden.

Foto: Bov Lokalarkiv

Grenzgendarmen an der Grenze zu Kruså. Der Gendarm in der Mitte ist Aksel S. Hansen. Foto: Bov Lokalarkiv

Ein Grenzland voller Spannungen

Die Wiedervereinigung war nicht nur ein freudiges Ereignis; sie führte auch zu einer neuen und unsicheren Grenzsituation. Zahlreiche illegale Grenzübertritte fanden statt, und sowohl die dänischen als auch die deutschen Behörden bemühten sich, die neue Ordnung durchzusetzen. Die Ermordung von Aksel Sigurd Hansen wurde zu einem frühen Symbol für die Risiken, denen die Grenzgendarme in dieser Übergangszeit ausgesetzt waren.

Der Täter, ein polnischer Grenzübertreter namens Kowalski, floh zunächst nach Deutschland, wurde jedoch in Zusammenarbeit zwischen der dänischen Polizei und deutschen Kriminalbeamten rasch festgenommen. Später wurde er nach Dänemark ausgeliefert und vom Obersten Gerichtshof zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt.

Der Gedenkstein in Krusau

Im September 1924 wurde in einer feierlichen Zeremonie ein Gedenkstein nahe der Stelle eingeweiht, an der Gendarm Aksel Sigurd Hansen 1920 im Dienst sein Leben verlor. An der Einweihung nahmen Vertreter der Behörden, des Grenzgendarmeriekorps und der örtlichen Bevölkerung teil. Der Gedenkstein wurde anschließend der Grenzgendarmerievereinigung übergeben.

Bereits kurz nach dem Vorfall wurde die Stelle markiert. Der Wald, in dem die Tat geschah, gehörte zum Gut Krusågård, dessen Besitzer die Errichtung eines Denkmals erlaubte. Hansens Kollegen an der Grenze holten einen Stein aus der Kiesgrube von Smedeby und stellten ihn zu Pfingsten 1921 auf. Die Kosten für Transport und Inschrift wurden durch eine Sammlung unter den Gendarmen finanziert.

Die Erinnerung an Aksel Sigurd Hansen blieb unter seinen Kollegen lebendig. In der Mitgliederzeitschrift „Grænseværnet“ wurde er als „das erste Opfer an der neuen Grenze“ beschrieben – ein Mann, der „bis zuletzt treu blieb“ und „seine Pflicht bis zum Äußersten erfüllte“. Diese Worte verdeutlichen die Bedeutung seines Todes für das Grenzgendarmeriekorps in den Jahren nach der Wiedervereinigung.

Die Zeremonie zur Enthüllung des Gedenksteins im Jahr 1924. Foto: Bov Lokalarkiv

Gedenkstein für Gendarm Aksel S. Hansen

Der Gedenkstein heute

Der Gedenkstein steht noch immer an der Flensburger Straße in Krusau nahe dem Grenzübergang. Obwohl sich die Umgebung seit den 1920er Jahren verändert hat, erinnert er weiterhin an den jungen Gendarmen, der im Dienst sein Leben verlor, und an die Herausforderungen, die das Grenzland in den Jahren nach der Wiedervereinigung prägten.