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Gedenkstein für Gefreiten B. Poulsen

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Gedenkstein für Gefreiten B. Poulsen

Gefreiter Bjarne C. Poulsen (1918-1940)

 

Bjarne Christian Poulsen, Gefreiter Nr. 327, stammte aus Fünen und wurde im April 1939 zum Militär eingezogen. Er diente im 4. Bataillon als Schütze auf einem Motorrad, das mit einer Panzerabwehrkanone bewaffnet war – eine der schnellen Abwehreinheiten des Heeres.

Als Deutschland am 9. April 1940 früh am Morgen die Grenze überschritt, war Bjarnes Einheit als Reserve eingesetzt. Während andere Teile des Bataillons bei Lundtoftbjerg kämpften, arbeitete seine Abteilung daran, eine Straßensperre bei Bjergskov südlich von Aabenraa zu errichten.

Die deutschen Panzerfahrzeuge brachen schnell durch, und trotz dänischer Kanonen hatten sie keine Chance gegen die deutschen Panzer. Bjarne wurde schwer verwundet, schaffte es jedoch, sich in den Wald zurückzuziehen.
Er wurde am nächsten Tag tot aufgefunden – 300 Meter vom Kampfplatz entfernt. Er wurde 21 Jahre alt.

Bjarne og kæresten Rita ombord på motortorpedobåden “Glenten”

Bjarne und seine Freundin Rita hatten geplant, sich am 24. April 1940 – an seinem 22. Geburtstag – zu verloben. Hier ist das Paar gemeinsam an Bord des Motortorpedobootes „Glenten“ zu sehen.

Am 30. Juni 1940 errichtete das 4. Bataillon einen Gedenkstein zu Ehren ihres gefallenen Kameraden.

Die Kämpfe bei Bjergskov – 9. april 1940

Am 9. April 1940 um 4:17 Uhr ertönte der Alarm in der Søgård-Kaserne, und wenige Minuten später rückten etwa 600 dänische Soldaten aus, um der deutschen Invasion entgegenzutreten. Einige fuhren auf Nimbus-Motorrädern mit Beiwagen und Rückstoßgewehr, viele jedoch waren mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs.

Foto af en motocykel med to soldater placeret på. Motorcyklen er udstyret med et rekylgevær på siden.
Et tegnet kort over Aabenraa og omegn, hvor placeringen af motorcykelgrupper, cyklist- og fodfolkspatruljer er indskrevet med rødt. På disse placeringer kæmpede de danske soldater mod tyskerne.

Um 4:40 Uhr begannen die ersten Gefechte zwischen dänischen und deutschen Soldaten. Auf der Karte kannst du sehen, wo die dänischen Soldaten auf die Deutschen trafen.

In Südjütland kam es an mehreren Orten zu Kämpfen: bei Hokkerup, Lundtoftbjerg, Bredevad – und hier bei Bjergskov. Nach einem kurzen Gefecht bei Lundtoftbjerg zogen sich die dänischen Kräfte zurück. Der Zug bei Bjergskov errichtete eine Straßensperre mit Lastwagen und Kipploren, um deutsche Panzerfahrzeuge am Vormarsch zu hindern.

Laut dem Augenzeugenbericht von Leutnant Olav Jensen erreichten die dänischen Soldaten Bjergskov im ersten Morgenlicht. Sie hatten den Befehl erhalten, entlang der Straße Stellung zu beziehen und sich darauf vorzubereiten, die deutschen Kräfte mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln aufzuhalten.
Jensen beschreibt, wie die Soldaten unter Zeitdruck und in einer Atmosphäre von Spannung und Ernst arbeiteten, während sich die Geräusche der Kämpfe bei Lundtoftbjerg näherten:

„Wir hatten kaum unsere Stellungen bezogen, da tauchten die deutschen Panzerfahrzeuge auf der Straße auf. Es blieben nur wenige Sekunden zum Handeln.“

Die dänischen Soldaten eröffneten das Feuer mit ihren Panzerabwehrkanonen, doch die deutschen Panzer antworteten schnell. Leutnant Jensen berichtet, wie Panzergranaten um die Stellungen einschlugen und wie deutsche Jagdflugzeuge kurz darauf begannen, das Gebiet aus der Luft zu beschießen:

„Die Flugzeuge flogen tief über die Baumkronen hinweg. Das Maschinengewehrfeuer schnitt durch den Wald.“

In dieser chaotischen und intensiven Situation versuchten Bjarne Poulsen und seine Kameraden, die Stellung zu halten. Die dänischen Kanonen wurden schnell ausgeschaltet, und die Truppen waren gezwungen, sich zurückzuziehen und im Gelände Deckung zu suchen.

Foto af en vej, hvor en lastvogn ligger væltet og en tipvogn ligger i en grøft i højre side.
Foto af mindestenen med inskriptionen Her faldt den 9. april 1940 i kamp for Danmark Menig ved 4. Batallions 4. kompagni Bjarne Christian Poulsen født 24. 4. 1918 i Middelfart.

Das Gefecht bei Bjergskov war das letzte in der Region an diesem Morgen. Insgesamt fielen am 9. April 1940 sieben dänische Soldaten in Südjütland – darunter Gefreiter Bjarne Christian Poulsen. Kurz darauf erhielten die dänischen Streitkräfte den Befehl, die Kämpfe einzustellen.

Heute steht der Gedenkstein als Erinnerung an die jungen Männer, die in den frühen Morgenstunden versuchten, Dänemark gegen eine überwältigende Übermacht zu verteidigen. Der Stein zeugt von ihrem Mut, ihrem Opfer und den persönlichen Tragödien, die der Invasion folgten.