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Store Jyndevad

Die Natur und Tierwelt bei Store Jyndevad sind etwas ganz Besonderes

Vor Ihnen liegt ein großes Renaturierungsprojekt aus dem Jahr 2025, durch das die Natur bei St. Jyndevad völlig neues Leben erhalten hat. Wo ein 2,5 Meter hohes altes Wehr über viele Jahre den Fischen den Weg im Fluss versperrte, gibt es nun freie Passage durch einen 1,3 km langen Umgehungsarm und ein 2,5 ha großes Naturgebiet.

Die Fische können wieder frei durch das Flusssystem wandern, und die neuen Stromschnellen und Laichplätze schaffen gute Bedingungen für Lachsfische und Neunaugen. Gleichzeitig hat die Renaturierung neue Möglichkeiten für eine ganz besondere Art der Region geschaffen – den seltenen Nordseeschnäpel.

Die Renaturierung mit dem neuen Umgehungsarm und dem Naturgebiet bietet eine seltene Gelegenheit, dem besonders geschützten Natura-2000-Gebiet ganz nahe zu kommen, an das die neue Fläche grenzt.

Nordseeschnäpel

Wiesenweihe – Foto: Aage Matthiesen, Projekt Wiesenweihe

Die Tierwelt der Region

Hier können Sie eine vielfältige Tierwelt erleben. Die folgenden Arten sind besonders charakteristisch für das Gebiet.
Der Nordseeschnäpel ist ein sehr seltener, silbrig glänzender Fisch, der nur im Wattenmeer und den dazugehörigen Flüssen Jütlands vorkommt. Er lebt in Schwärmen und ist an seiner langen, spitzen Schnauze, dem hohen Rücken, dem kleinen, oberständigen Maul und einer kleinen Fettflosse am hinteren Körperende zu erkennen.

Versuchen Sie, den Rohrdommel zu hören. Die Rohrdommel ist ein Reiher mit einer sehr tiefen Stimme, die wie der Wind in einer Flasche klingt. Ihr sogenanntes „Brummen“ ist im Frühjahr an ruhigen Tagen am besten zu hören, wenn sich der Laut über mehrere Kilometer ausbreiten kann.

Die Wiesenweihe ist ein seltener Greifvogel in Dänemark. In Süd- und Westjütland brüten nur 15–30 Paare. Während der Brutzeit sorgt das Männchen für Nahrung für das Weibchen und die Jungen. Die Beute wird im Flug übergeben: Das Männchen lässt sie aus großer Höhe fallen, und das Weibchen fliegt hinauf, um sie aus der Luft zu fangen.

Halten Sie Ausschau nach dem Neuntöter. Er sitzt oft oben auf einem Busch und lauert dort auf Beute, vor allem Insekten und kleine Vögel. Gibt es reichlich Nahrung, spießt er überschüssige Beute auf langen Dornen auf und legt so einen Vorrat an.

Sie befinden sich auch im historischen Gebiet rund um die Mühle von Store Jyndevad

Store Jyndevad wird erstmals um das Jahr 1230 in schriftlichen Quellen als Jotenwath erwähnt und 1238 als Jønewath. Damals errichteten Mönche aus dem Kloster Løgumkloster südlich des Flusses eine Mühle. 1357 wurde der Mühlenteich angelegt, und im 17. Jahrhundert entstand bei der Mühle ein Wehr.

1896 wurde die Mühle an ihren heutigen Standort nördlich des Flusses verlegt und gleichzeitig mit Turbinen ausgestattet. Die Mühle von St. Jyndevad ist eine ehemalige Getreidemühle, die später auch Strom erzeugte. Die Mühle befindet sich in Privatbesitz und ist derzeit nicht in Betrieb.

Store Jyndevad Mühle

Einige der Kolonisten lebten in Erdhütten, um in der Nähe ihrer Landparzellen zu sein. (Foto: Burkal Sogns Lokalarkiv)

Die deutschen Kolonisten

Vielleicht kennen Sie den dänischen Ausdruck „Kartoffeltysker“ – „Kartoffeldeutsche“. Er stammt aus dem Jahr 1762, als deutsche Kolonisten nach Versprechungen von König Frederik V. über Land und bessere Lebensbedingungen in die Gegend um Lille Jyndevad, Rens und Stade kamen.

Sie erhielten den Spitznamen „Kartoffeldeutsche“, weil der Heideboden kaum den Anbau anderer Feldfrüchte als Kartoffeln ermöglichte. Neben den schwierigen landwirtschaftlichen Bedingungen stießen die Kolonisten auch auf Widerstand bei der einheimischen Bevölkerung. Nur sehr wenige blieben dauerhaft.

Die Kolonien wurden nach Mitgliedern der königlichen Familie benannt: Frederiksgave, Julianeborg, Kristianshaab und Sofiedal. Besuchen Sie das Museum Rens, um mehr über die Geschichte zu erfahren.