Gå til hovedindhold

Gedenkstein für Widerstandskämpfer in Tinglev

Aabenraa Kommune logo


 

Gedenkstein für Widerstandskämpfer in Tinglev

Gedenkstein für Carl Thomsen Nielsen und Leo Falk Simonsen

Zwei Widerstandskämpfer, die ihr Leben für die Freiheit Dänemarks gaben

Dieser Gedenkstein wurde von Dänen aus der Kirchengemeinde Tinglev zum Gedenken an den Kaufmann Carl Thomsen Nielsen (1909–1945) und den Fotografen Leo Falk Simonsen (1917–1945) errichtet. Beide beteiligten sich aktiv am Widerstand gegen die deutsche Besatzung und starben nach ihrer Verhaftung und Deportation im Konzentrationslager Neuengamme.

Auf dem Stein stehen die Worte:
„Doch gilt es, für Freiheit, Leben und Frieden zu kämpfen,
lasse ich alles beiseite und ziehe in den Kampf.“

Die Worte sind ein eindrucksvolles Zeugnis für die Opferbereitschaft und den Mut, die den dänischen Widerstand prägten.

Gedenkstein für die Widerstandskämpfer in Tinglev, Mai 1945. Foto: Fotoarchiv des Frihedsmuseet

Eisenbahnsabotage am Bahnhof Tinglev, April 1943. Foto: Fotoarchiv des Frihedsmuseet

Der Widerstand in Tinglev

Während der Besatzungszeit war Tinglev Heimat einer aktiven Widerstandsgruppe mit mindestens 18 Mitgliedern. Die Gruppe führte vor allem Eisenbahnsabotage durch, sammelte Informationen und half beim Transport von Waffen und Sprengstoff.

Die Arbeit erfolgte unter strengster Geheimhaltung. Im Oktober 1944 wurde jedoch fast die gesamte Gruppe von der Gestapo verhaftet. Viele wurden im Staldgården in Kolding gefoltert und über das Internierungslager Frøslev in deutsche Konzentrationslager deportiert. Drei Mitglieder der Gruppe kehrten nie zurück.

Carl Thomsen Nielsen (1909–1945)

Carl Thomsen Nielsen war Kaufmann sowie Getreide- und Futtermittelhändler in Tinglev und ein angesehener örtlicher Geschäftsmann. Schon früh schloss er sich dem Widerstand an und übernahm eine wichtige Rolle bei der Beschaffung von Informationen.
Durch seine Arbeit und seine guten Ortskenntnisse konnte er

Informationen über deutsche Aktivitäten sammeln und war gleichzeitig an mehreren Eisenbahnsabotageaktionen beteiligt. Nachdem der Leiter der Widerstandsgruppe 1944 verhaftet worden war, setzte Carl seine Arbeit fort, bis die Gestapo ihn am 10. Oktober 1944 festnahm.

Über das Internierungslager Frøslev wurde er in das Konzentrationslager Neuengamme deportiert und später in das Arbeitslager Dessauer Ufer gebracht. Dort starb er am 10. März 1945.

Carl Thomsen Nielsen. Foto: Modstandsdatabasen

Leo Falk Simonsen. Foto: Modstandsdatabasen

Leo Falk Simonsen (1917–1945)

Leo Falk Simonsen war ausgebildeter Fotograf und eröffnete 1943 sein eigenes Geschäft in Tinglev. Er beteiligte sich sowohl an Eisenbahnsabotage als auch an der Beschaffung von Informationen. Wenn deutsche Soldaten Filme zur Entwicklung abgaben, fertigte er Kopien an, die dem Widerstand wertvolle Informationen über die Aktivitäten der deutschen Wehrmacht lieferten.

Zusammen mit Carl Thomsen Nielsen wurde er am 10. Oktober 1944 verhaftet. Nach einem Aufenthalt im Internierungslager Frøslev wurde er nach Neuengamme deportiert und in das Arbeitslager Dessauer Ufer gebracht. Dort starb er am 23. März 1945, geschwächt durch Ruhr und die unmenschlichen Bedingungen im Lager.

 

Ein Gedenken an den Preis der Freiheit

Der Gedenkstein erinnert an Carl Thomsen Nielsen und Leo Falk Simonsen, aber auch an die vielen örtlichen Widerstandskämpfer, die während der Besatzung ihr Leben aufs Spiel setzten. Er erzählt die Geschichte zweier gewöhnlicher Menschen, die handelten, als Dänemark seine Freiheit verlor – und vom hohen Preis, den einige dafür bezahlen mussten.

Der Gedenkstein heute mit der Inschrift zum Gedenken an die Gefallenen.