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Gedenkstein für Gefreiten Jørgensen

Gedenkstein für den Gefreiten Jørgen Jørgensen bei Hokkerup


Am 9. April 1940 wurde Dänemark von Deutschland besetzt. In den frühen Morgenstunden kam es in Südjütland zu mehreren kurzen, aber heftigen Gefechten, bei denen dänische Soldaten versuchten, Widerstand gegen die deutsche Invasion zu leisten. Einer der Männer, die an diesem Tag ihr Leben verloren, war der Gefreite Jørgen Th. Jørgensen.

Jørgen Jørgensen war Gefreiter in der Abwehrkompanie des 2. Infanterie-Pionierbataillons und nahm an den Kämpfen bei Hokkerup zwischen Kruså und Sønderborg teil. Dort trafen die dänischen Kräfte auf eine weit überlegene deutsche Streitmacht mit Motorrädern, Panzern und Luftunterstützung. Während der Kämpfe wurde Jørgensen von einem Lungenschuss getroffen. Er wurde in ein Lazarett in Flensburg gebracht, wo er wenige Stunden später an seinen Verletzungen starb.
Er war erst 21 Jahre alt

Foto: Thomas Christesen, 30. juni 1940

Die Rückstoßgewehrgruppe aus dem Lager Søgaard vor dem 9. April 1940. Gefreiter Jørgensen ist in der hinteren knienden Reihe, der dritte von links, zu sehen. (Foto: Th. Christensen, Nationalmuseum).

Die Kämpfe bei Hokkerup

Die Kämpfe bei Hokkerup gelten als eines der Beispiele dafür, wie dänische Soldaten versuchten, ihr Land gegen die Invasion zu verteidigen. Die dänischen Truppen kämpften unter schwierigen Bedingungen und wurden schnell eingekesselt. Sie waren zahlenmäßig unterlegen und schlecht ausgerüstet gegenüber den deutschen Kräften, die mit Motorrädern, gepanzerten Fahrzeugen und Luftunterstützung vorrückten. Dennoch leisteten die Soldaten Widerstand und setzten den Kampf so lange fort, wie es möglich war.

Die Kämpfe dauerten nur kurze Zeit, hinterließen jedoch tiefe Spuren bei den Soldaten und Familien, die davon betroffen waren. Während des Schusswechsels wurde Jørgen Jørgensen tödlich verwundet und später in ein Lazarett in Flensburg gebracht. Er war einer der 13 dänischen Soldaten, die am 9. April 1940 ihr Leben verloren.

Zeitzeugen berichteten von großer Tapferkeit unter den Soldaten. General Essemann schrieb später über die Kämpfe:
„Bei Hokkerup fielen der tüchtige und tapfere Sergeant Vous vom 4. Bataillon sowie der Gefreite 584 des 2. Infanterie-Pionierbataillons, J. Jørgensen aus Valby.“

Die Beisetzung und die Gedenkfeier

Am 11. April 1940 fand eine feierliche Beisetzung für die gefallenen Soldaten statt. Oberstleutnant S. E. Claussen beschrieb später die eindrucksvolle Fahrt durch Südjütland nach Odense:
„Diese Fahrt steht für mich als etwas vom Schönsten, das ich erlebt habe. Es war der Abschied der Südjüten, und es war ihr Dank.“
Entlang der Strecke standen Menschen mit Dannebrog auf Halbmast. Fahnen wurden gesenkt, Blumen auf die Straße geworfen, und Kirchenglocken läuteten, während die gefallenen Soldaten nach Odense gebracht wurden.

In Odense wurden die Toten von der Garnison und den Angehörigen in der Kaserne empfangen. Dort fand eine bewegende Gedenkfeier im Kasernenhof statt, bevor die Särge den Familien übergeben wurden.
Jørgen Jørgensen gehörte nicht zu den fünf Soldaten, die an der Zeremonie in Odense teilnahmen. Er lag im Lazarett in Flensburg, und die deutschen Behörden wollten den gefallenen dänischen Soldaten selbst als letzte Ehrung nach Kopenhagen überführen. Der Sarg wurde über das Lager Søgaard transportiert, wo eine Andacht abgehalten wurde, und drei seiner Kameraden durften ihn begleiten.

Ein zeitgenössischer Bericht erzählt:
„Auf der anderen Seite der schmalen Straße fiel Jørgen Jørgensen. Er war einer der besten Soldaten der Kompanie und starb auf dem Weg zum St.-Franziskus-Krankenhaus in Flensburg. Nach einer Andacht in Søgaard wurde er in einem deutschen Leichenwagen nach Kopenhagen gebracht, begleitet von einem Leutnant, einem Korporal und einem Gefreiten. Die Beerdigung fand auf dem Vestre Friedhof statt.“

Die Gedenkfeier in der Kaserne Odense am 11. April 1940. (Foto: Christoffersen, Odense)

Ein Andenken, das weiterlebt

Heute steht der Gedenkstein bei Hokkerup als Erinnerung an die dramatischen Stunden des 9. April 1940 und an die jungen Männer, die ihr Leben für Dänemark aufs Spiel setzten.

Der Gedenkstein wurde am 30. Juni 1940 enthüllt und steht an der Rønshovedvej nahe dem Ort der Kämpfe.

Auf dem Stein steht:
„Hier fiel am 9. April 1940 im Kampf für Dänemark
Gefreiter des 2. Infanterie-Pionierbataillons
Jørgen Th. Jørgensen,
geb. am 12.9.1918 in Kopenhagen.“

Die Geschichte des Gefreiten Jørgen Jørgensen erzählt von einem jungen Menschen, der in einer außergewöhnlichen Situation Mut, Pflichtbewusstsein und Opferbereitschaft zeigte. Die Erinnerung an ihn lebt weiter – sowohl durch den Stein in Hokkerup als auch durch die Fotografien, Erzählungen und Gedenkfeiern, die die Geschichte weiterhin für neue Generationen lebendig halten.